Jeet Kune Do

Die Geschichte beginnt mit einer Frage! Und diese wurde 1971 in der September Ausgabe des amerikanischen Black Belt Magazins von einen ganz besonderen Menschen gestellt.

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1 "Was ist Jeet Kune Do"?

Dieser besondere Mensch war Bruce Lee. Was er hinterließ schrieb nicht nur Geschichte, es löste auch eine Revolution in den Kampfkünsten aus, die bis heute anhält. Diese Geschichte ist eine junge Geschichte (ca. 30 Jahre alt) und Bruce Lee wurde zu einer Legende, und lebt nicht nur in seinen Filmen weiter. Viele Kampfkünstler ließen sich inspirieren und versuchten, seinen Weg zu gehen. Man kann Bruce Lee ohne Weiteres als den Kampfkünstler betrachten, der die Geschichte in der Entwicklung der Kampfkünste stark beeinflusste. In seinem sehr kurzen Leben schuf er ein starkes Bewusstsein für den absoluten Kampf. Auf der Basis des Ip Man Wing Chun Stils versuchte er seinen Weg zu finden.

Diese Entwicklung begann August 1959 in Seattle mit Jeese Clover und später mit Ed Hart (Ex-Boxer). Ab 1964 kamen dann James Lee, Taky Kimura und Dan Inosanto in Seattle und Oakland dazu. Der damalige Name für das, was dort unterrichtet wurde war: Jun Fan Gung Fu.

In weiteren Jahren bis 1967 wurde in Los Angeles Chinatown unterrichtet, und die Entwicklung weiter voran getrieben. So kam es zu der Geburt von dem Namen "Jeet Kune Do". Mit dem Einstieg in die Filmwelt allerdings wurde diese Entwicklung gebremst. Nach seinem frühen Tod 1973 führten seine bekanntesten Schüler sein ehrgeiziges Projekt bis zum heutigen Tage weiter. So entstanden in aller Welt viele Ausbildungsstätten, die seinem Weg mit den Konzepten und Methoden folgen.

Die Basis des Jeet Kune Do lieferte Bruce Lee mit seiner Entwicklung des Jun Fu Gung Fu, was stark vom traditionellen Wing Chun Kung Fu durchdrungen ist. Diese Basis ist auch von Bruce Lee standardisiert worden, so daß jedermann es leicht erlernen konnte.

2 Aber was ist "Jeet Kune Do" ?

Wörtlich übersetzt heißt es "The Intercepting Fist" aber das ist nicht Jeet Kune Do. Im Gegensatz zu traditionellen Kampfkünsten gibt es keine Regeln oder Einteilungen. Es ist keine starre Betrachtung eines einzigen Stils, sondern die Ermutigung sich mit all den Dingen zu beschäftigen die funktionieren und effektiv sind. Jeet Kune Do ist nach Aussage von Dan Inosanto ein Konzept, eine bestimmte Methode. Jeet Kune Do war Bruce Lee´s eigene Forschung, Arbeit und Entwicklung dessen, was im Kampf wirklich funktionierte.

3 Bruce Lee

Geboren wurde Bruce Lee am 27.11.1940 in San Francisco. In China ist es das das Jahr des Drachen. Sein Vater war ein berühmter Star der Cantonese Opera Company, einer Truppe, die auf musikalisches Varieteetheater spezialisiert war.

Bruce erste Rolle bekam er schon mit 6 Jahren und sammelte so im frühen Kindesalter seine Erfahrungen mit der Schauspielerei. In den vielen Rollen, die er verkörperte, waren schon seine Gestiken und Mimik zu sehen, die in später so berühmt machen sollten. In der Schule tat er sich trotz seiner Ausgeglichenheit doch sehr schwer, trainierte er doch lieber seine Kampftechniken als für die Schule.

Sein erster Lehrer war Ip Man, die Inspiration kam aber von seine Vater, der ihm das Tai Chi beibrachte. 1958 wurde Bruce Lee noch ChaCha Meister, bevor er im gleichen Jahr nach San Francisco zurückkehrte. Die Rückkehr war teils gewollt, teils ungewollt.

Zum Einen lockten ihn Dinge wie die Schauspielerei, zum Anderen wurde er in einige Bandenkämpfe verstrickt, so daß er ging um seiner Familie nicht zu schaden. Nach einem kurzen Aufenthalt in San Francisco wechselte er seinen Wohnsitz nach Seattle, wo er in ein Restaurant Namens "Chow" anfing zu arbeiten. Als Lohn bekam er eine Unterkunft und etwas zu essen.

Nachdem er Fuß gefaßt hatte, wurden seine Schulleistungen besser und studierte nach seinem Abschluß Philosophie. Neben seinem Studium vergaß er nie das Kung Fu-Training, denn er wollte nicht gut sein, sondern der Beste. Er lehrte nebenbei Wing Chun Kung Fu und lernte dabei auch Linda Emery kennen, die er später heiraten sollte. Sie hatten 2 Kinder, Brandon und Shannon.

Bei einem Turnier 1964 in Long Beach fiel Bruce Lee durch seine Schnelligkeit und sein Geschick auf. Ein Filmteam, das für eine Rolle in der Serie Chalie Chan eine Besetzung suchte, wurde auf ihn aufmerksam und engagierte ihn. Diese Rolle sollte er aber nie spielen. Kurz danach wurde ihm eine Rolle als Kato in der Serie "The Green Hornet" angeboten.

Die Serie war zwar kein durchschlagender Erfolg, machte aber Bruce bekannt und vielleicht sogar berühmter als den eigentlichen Hauptdarsteller. Nach der Serie folgte ein kurzer Auftritt in der Serie Marlow und dann auch eine Rolle mit James Coburn in "Longstreet". In dem Film "Longstreet" hörte man das erste mal von den Kampfstil "Jeet Kune Do", der von Bruce verkörpert und gelehrt wurde.

Er konnte sich erlauben, bis zu 275$ für eine Stunde zu nehmen und selbst dann konnte er sich seine Schüler noch aussuchen. Unter ihnen waren so bekannte Namen wie Steve McQueen oder James Coburn.

Eigentlich wartete Bruce darauf, daß Hollywood auf ihn aufmerksam wurde. Aber es tat sich einfach nichts. Als man ihn dann noch nicht einmal mit einer Rolle in der Serie Kung-Fu bedachte, war er sehr enttäuscht und fuhr wieder nach Hongkong zurück. Doch auch hier bekam er keine Rolle angeboten. Dies änderte sich sehr schnell, als bald darauf ein Produzent Namens Raymond Chow auf ihn aufmerksam wurde.

Raymond Chow gehörten die Golden Harvest Studios und er bot Bruce einen Vertrag über 2 Filme an. Dieses Angebot nahm er auch sofort an. Der erste Film war "The Big Boss". Dieser Film wurde unter extremem klimatischen Bedingungen in einer thailändischen Kleinstadt gedreht und war nur mit einem sehr niedrigen Budget ausgestattet. Er brach in Hongkong in kürzester Zeit alle bis dahin bestehenden Kassenrecorde und Bruce Lee wurde Übernacht berühmt. Kurz darauf drehte Bruce seinen 2. Film "Fist of Fury".

Auch dieser Film brach wieder alle vorher dagewesenen Kassenrekorde. Bei diesen Film kam erstmals die Nunchaku's zum Einsatz - zwei aneinander gebundene Stöcke, die das Kinopuplikum vorher noch nie gesehen hatte. Im dritten Film "The Way of the Dragon" war er erstmals Hauptdarsteller, Regisseur und Drehbuchautor.

Auch dieser Film knöpfte nahtlos an die Erfolge der ersten beiden Filme an. Bei einer Motivsuche in Indien für einen Film mit dem Namen "Silent Flute",der aber nie gedreht wurde, vielen ihm die Pagodentempel ins Auge, worauf im die Idee zum Film "Game of Death" kam.

Er besetzte jede Etage mit einem Kämpfer einer anderen Stilrichtung, wobei er so bekannte Größen wie Dan Inosanto, Bob Wall oder Kareem Abdul Jabbar verpflichtete.

Nun wurde auch Hollywood endlich auf ihn aufmerksam und er drehte den Film "Enter the Dragon", wobei er sehr eng mit dem Regisseur Robert Clouse zusammenarbeitete. Die Produktion übernahm Fred Weintraub. Am 20. Juli 1973 starb Bruce Lee an folgen eine Gehirnschlag obwohl die genaue Ursache nie geklärt wurde. Im Jahre 1978 wurden die Dreharbeiten zu seinem letzten, nicht ganz fertiggestellten, Film "Game of Death" aufgenommen.

4 Jeet Kune Do Inhalte

Lernen Sie Bruce Lees Kampfstil! Die Basis des JKD liefert Bruce Lee mit seiner Entwicklung des Jun Fan Gung Fu, was stark vom Wing Chun Kung Fu durchdrungen ist. Diese Basis ist von Bruce Lee standardisiert worden, so das jeder es leicht erlernen konnte.

Das Jeet Kune Do beinhaltet außer den Techniken des Wing Chun noch Elemente aus dem Boxen dem Escrima und Philippinischen Kick-Box Stilen.

5 Die Philosophie des Jeet Kune Do

  • Wichtig ist nicht das tägliche Mehr, sondern ein tägliches Weniger- trenne dich von allem Unwesentlichen!
  • Jeet Kune Do ist die Kunst, die nicht auf Techniken oder Lehrsätzen beruht. Sie ist einfach wie man selbst.
  • Jeet Kune Do hält sich nicht mit unwesentlichem auf, macht keine verschlungenen Umwege.

6 Das Jeet Kune Do ist in 3 Lern- Stufen unterteilt.

  • 1. Grundstufe Kick und Box Distanz
    In der Grundstufe des Jeet Kune Do trainiert man in der Kick- und Boxdistanz. Es gibt 6 Grundschläge und 6 Kicks diese werden einzeln und in Kombination trainiert. Das Ziel ist nicht einen Angriff abzuwehren oder zu blocken, sondern den Angreifer im Ansatz seines Angriffs zu Stoppen.
  • 2. Mittelstufe Überbrückungs Distanz
    In der Mittelstufe trainiert man die Überbrückung von der Box- Kickdistanz in die In- Fight Distanz. Hierzu werden Methoden wie Lap Sao (aus dem Wing Chun) und Cadena de Mano Drills (aus dem Escrima) trainiert.
  • 3. Oberstufe In- Fight Distanz
    In der Oberstufe wird die Chi Sao Methode aus dem Wing Chun trainiert. Hierbei geht es um ein spezielles Gefühlstraining was dem Praktizierenden ermöglicht, besonders effektiv und schnell im Infight, den Gegner zu kontrollieren bzw. kampfunfähig zu machen.

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Sifu Gülund das Wu-Te Team

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